Gartenkalender

Garteln

im Sommer

Der Garten erwartet uns jetzt mit einem wahren Fest der Farben. Die bunte Pracht lädt uns zum Arbeiten, aber auch einfach zum Schauen und Genießen ein.

Weitere Garteltipps gibts auf

nahundfrisch.at

JUNI

Kräftige Äpfel

Kleine Äpfel fallen in großen Mengen vom Baum? Keine Panik. Nur die kräftigsten Früchte reifen heran. Um bei der Auswahl ein Wörtchen mitzureden, einfach zu eng stehende Früchte auslichten. Dafür die kleinen Äpfel entfernen, bis nur zwei bis drei große Früchte übrig bleiben.

Hängende Pracht

Für Hängekörbe gut geeignet: Zwergpetunie, Männertreu und die klassische Geranie. Besonders stimmig: hohe Pflanzen in die Mitte, hängende Arten an

den Rand.

Clematis montana

Jetzt ist die letzte Gelegenheit, die wuchsfreudige Bergwaldrebe zu stutzen. Rückschnitt bis zur gewünschten Form.

Sommerblumen arrangieren

Die Eisheiligen sind vorbei, Sommerblumen können ausgepflanzt werden. Damit das Beet gut zur Geltung kommt, größere Blumen in den Hintergrund, die kleineren nach vorn. Tipp: Blau und Violett mit Weiß kombinieren.

Tomaten-Tipp

Nicht frosthartes Gemüse (Karfiol, Kohlrabi, Feuerbohnen, Tomaten) gehört jetzt in die Erde. Tipp: Der Tomatenerde etwas Sand beimischen für verbesserte Drainage, denn Tomaten mögen keine nassen Füße!

Kampf den

Rosenblattläusen

Befallene Blätter frühmorgens mit Schmierseife

besprühen!

An Herbstblumen denken

Anemonenzwiebeln setzen. Die Blüte erfolgt

nach drei Monaten.

Sträucher stutzen

Früh blühende Sträucher (Forsythie, Felsenbirne, Weigelie, Bauernjasmin, Deutzie, Besenginster und Flieder) sollte man direkt nach der Blüte zurückschneiden – die nachwachsenden Triebe erfreuen uns im nächsten Frühling mit

ihren Blüten.

„Zu hegen und zu pflegen

sei bereit, das Wachsen überlass der Zeit.“

Gartenweisheit

DIE ROSE GERTRUDE JEKYLL

Diese Strauchrose wurde von dem englischen Rosenzüchter David Austin gezüchtet und wiederholt zur beliebtesten Rose Großbritanniens gekürt. Sie gehört zu der Gruppe der modernen Romantikrosen. Ihre großen, gefüllten, sattrosafarbenen Rosettenblüten verströmen einen intensiven, fruchtigen Duft. Sie beginnt bereits früh zu blühen und ihre Blütezeit reicht bis in den Herbst hinein. Gut geeignet für halbschattige Standorte. Größe: 1 m bis 1,5 m. Winterhärte: normal.

JULI

Königskerze (Verbascum)

Die Königskerze gedeiht besonders gut in sandigem Boden. Die vielen langen, Rispen sind mit unzähligen gelben Blüten übersät und lassen die mächtige Pflanze an einen Kandelaber

erinnern. Daher der Name. Aussaat: Juni bis Juli,

Blütezeit Juni bis August

des Folgejahres.

Blauer Regen

Auch der Blauregen freut sich über einen Sommerschnitt. Alle biegsamen diesjährigen Triebe auf circa 5 Augen zurückschneiden, umso schöner fällt die Blüte im kommenden Jahr aus.

Ribiseln schneiden

Rote und weiße Ribiseln nach der Ernte zurückschneiden: Diesjährige Seitentriebe bis auf ca. 4 Augen einkürzen. Einige alte Triebe bis zum Boden entfernen – das fördert den Neuaustrieb. Überkreuzende Triebe aus der Mitte entfernen (Kelchform).

Frosthartes Herbst-

und Wintergemüse

Herbst und Wintergemüsepflanzen können jetzt ausgepflanzt werden. Sie enthalten viel Vitamine und Mineralstoffe. Dazu gehören alle Kohlarten, Wurzelgemüse sowie

frostfeste Salate.

Besonders zu empfehlen:

rote Rübe. Sie ist reich an Folsäure (wichtig für die Zellteilung).

SOMMERFRISUR FÜR OBSTBÄUME

Apfel- und Birnbäume jetzt großzügig zurückschneiden. Merksatz: Eine Taube sollte in geradem Flug hindurchfliegen können. So können Licht und Luft an die Früchte gelangen und der Baum wird von übermäßig vielen, unproduktiven Ästen befreit. Vorsicht: Keine reifenden Früchte beschädigen!

„Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum.“

Chinesisches Sprichwort

AUGUST

Samen sammeln

Aus eigenen Samen Pflanzen zu ziehen, ist reizvoll und spart Geld. Wenn sich die Samenkapseln braun färben, kann man davon ausgehen, dass die Samen reif sind.

Samen trocknen, in kleine Papiersackerl füllen, beschriften, fertig.

Kräuter vermehren:

Stecklinge

Stecklinge von strauchigen Kräutern jetzt schneiden und schräg in die Erde stecken. Gut geeignet: Salbei, Rosmarin, Thymian

und Ysop.

Lavendel zurückschneiden

Nach der Blüte sollten die Triebspitzen um 2–3 cm gekürzt werden. So bleibt die Pflanze lange vital und buschig. Achtung: Nicht zu viel wegschneiden! Lavendel wächst selten aus verholzten Teilen nach.

Erdbeeren vermehren

Gleich nach der Ernte beginnen Erdbeer-pflanzen kriechende Ausläufer zu treiben. Diese haben nun eigene Wurzeln gebildet und können von der Mutterpflanze getrennt werden. Idealerweise alle drei Jahre Standort wechseln. Bester Fruchtertrag: im zweiten Jahr.

GARTEN ALLEIN ZU HAUS

Vor dem Urlaub alle Routinearbeiten erledigen: Unkraut jäten, gießen, Teich auffüllen, Rasen mähen. Vorsicht: Je kürzer der Rasen geschnitten wird, desto schneller wächst er. Sollte sich keine freundliche Person zum Gießen der Zimmerpflanzen finden: Pflanzen samt Topf an einer schattigen Stelle im Garten eingraben. Gut einwässern und mulchen.

wilde Ecken im Garten; einen Teil vom Rasen gar nicht oder selten mähen;

Mulchen

Achtsamer Umgang mit unserer Natur beginnt im Garten. Mulchen hilft uns dabei, Ressourcen sparsam zu verwenden, denn es verringert den Wasserverbrauch.

Der nachhaltige Garten

Nach dem Gießen bzw. nach Regen kräftig mulchen, bis keine nackte Erde mehr sichtbar ist. Dies erspart häufiges Gießen und hält die Beete frei von Unkraut.

einheimische Pflanzen wählen (viele Zierpflanzen geben keinen Nektar);

Mulchschicht: mind. 5 cm. Mulchmaterial: alles organische Material, auch Grasschnitt.

Bienen

organischen Dünger verwenden, z. B. Gartenkompost.

Küchenkräuterbeete und Wildblumenwiese anlegen;

Viele Pflanzen sind für die Bestäubung auf sie angewiesen und bedanken sich für den Pollentransport mit Nektar. Was Bienen guttut:

Fotos: 123rf, iStock