Dezember

Kraut und Ruam

im Winter

Jetzt ist sie da, die Zeit der Einkehr und der Stille.

Anregungen für ebenso besinnliche wie

genussvolle Wintermonate.

Christkindlmarkt

der Ischler Handwerker

Vom 1. bis 21. Dezember laden die Ischler Handwerker in die historische Trinkhalle zum Christkindlmarkt. Die Gäste erwarten kunstfertige Darbietungen, regionale Köstlichkeiten, „Handgmachtes“ aus der Kaiserstadt und ein stimmungsvolles Rahmenprogramm samt

Kaisereis, dem idyllischen Eislaufplatz

im Zentrum von Bad Ischl.

www.badischl.at

HOLDER KNABE

AUS LINDENHOLZ

Gearbeitet im typischen Stil der Holzschnitzwerkstatt Sievers- Hahn und mit durchscheinender Ölfarbe von Hand bemalt.

www.manufactum.at (Suchbegriff: Krippenfiguren)

Bitte nicht stören!

Drei bis sechs Monate verkriechen sich Säugetiere wie Igel, Murmeltier, Haselmaus oder Siebenschläfer zum Winterschlaf. Werden sie dabei gestört, kann das zum Tod der Tiere führen, da sie im Winter nicht die benötigte Nahrung finden. Tierheime und Igelhilfsstationen kümmern sich um kranke, verletzte oder abgemagerte Igel. Erste-Hilfe-Tipps gibts als Online-Ratgeber auf www.igelhilfe.net.

„Freude ist die einfachste

Form der Dankbarkeit.“

Karl Barth

Barbarazweig

Laut Legende blieb die

Hl. Barbara auf dem Weg ins

Gefängnis mit dem Ärmel an

einem Zweig hängen, den sie

abbrach und in ein Wassergefäß stellte. Dieser soll am Tag ihrer Hin- richtung aufgeblüht sein. Noch heute wird vielerorts am 4. Dezember (Barbaratag) ein Obstzweig in eine Vase mit Wasser gestellt. Erblüht er zu Weihnachten, hat man Glück

im neuen Jahr.

Die Schnabelperchten gehen um

Laute Vogelschreie erfüllen das Salzburger Raurisertal in der Nacht vor dem Dreikönigstag: Die Schnabelperchten gehen um.


Ihre Ursprünge liegen in der Zeit des Goldbergbaus, als es die Knappen angeblich mit der Sauberkeit ihrer Unterkünfte nicht sehr genau nahmen. Und so prüfen die großen Gestalten bis heute die Häuser auf Sauberkeit und Ordnung. Zur Freude vieler Eltern, denn die Kinderzimmer werden zu diesem Anlass fast freiwillig geputzt. www.raurisertal.at

Fotos: 123rf, www.innviertel-tourismus.at, TVB Rauris/Bachmeier, Oberösterreich Tourismus GmbH/Heilinger

FRÜHBLÜHER

Die meisten Pflanzen ruhen jetzt – aber nicht alle. Christrosen und Winterjasmin können bereits seit

Anfang Dezember blühen.

Im Jänner folgen in milden Regio- nen die Schneeheide, die frühen Sorten der Zaubernuss sowie

die Haselnuss.

Das Dreikönigsrätsel

Seit altersher ziehen vor und am Dreikönigs- tag die Sternsinger von Haus zu Haus, um Segenslieder zu singen und die Wohnungen mit Weihrauch zu reinigen. An die Türen werden die Jahreszahl sowie die Buchstaben C + M + B geschrieben. Oft werden diese als Initialen der drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar verstanden. Eigentlich

bezeichnet die Abkürzung aber den lateini- schen Spruch „Christus mansionem

benedicat“: Christus segne dieses Haus.

„Humor ist der Winter- mantel der Existenz.“

Gottfried Edel

Faschingsrennen in Ranten

Am Faschingsmontag findet im Oberen Murtal das traditionelle Faschingsrennen statt, das 2011 von der österreichischen UNESCO-Kommission ins nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Mit Lärm und Tanz wird dabei der Beginn des Frühlings bzw. das Erwachen der Natur eingeleitet. Ab 5 Uhr früh ziehen die Faschingsrenner von Haus zu Haus. An der Spitze des bunten Treibens stehen der „Wegauskehrer“ mit roter Spitzkappe und langem Besen, begleitet vom „Hühnergreifer“ im Federkleid mit Habichtskopf.

12. Februar, Ranten, Stmk.

www.steiermark.com (Suchbegriff: Faschingsrennen)

O TANNENBAUM!

Seit dem 15. Jahrhundert ist der Tannenbaum als Symbol des Weihnachtsfestes nachgewie- sen, seine historischen Wurzeln liegen aber in heidnischen Bräuchen.

Zurzeit der Wintersonnenwende wurden so- genannte „Wintermaien“ ins Haus geholt, grü- ne Tannenzweige als Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit. Diese Traditionen misch- ten sich im Mittelalter mit christlichen Bräu- chen – der erste geschmückte Tannenbaum wird im Jahr 1419 erwähnt, errichtet durch die Bäckerzunft Freiburgs.

„Faschingtag, Faschingtag, kimm na bald wieda!“

Ebenseer Faschingsausruf

Heringsschmaus

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern gelten im christlichen Glauben als Zeit der Besinnung und des Verzichts. Der heute oft recht opulent ausfallende Heringsschmaus war früher ein „Armeleuteessen“, da der saure Fisch günstig war und zudem den Körper nach dem Alkoholgenuss der Faschingszeit gut entschlackt hat. Neben Heringen werden in einigen Regionen Österreichs am Aschermittwoch auch Brezen als fleischlose Alternative verzehrt.

BAUMSCHNITT

Allen, die sich jetzt schon auf den Frühling einstellen wollen, sei der Baum- schnittkurs in Amstetten (NÖ) ans Herz gelegt.

Der richtige Schnitt sorgt für besseren Wuchs, höhere Erträge und allgemein für die Gesundheit des Baumes. 24.02., 9–16 Uhr. www.naturimgarten.at

Wildbeobachtung

auf der Hohen Wand

Bei einer tierisch gemütlichen Wanderung kann man Hirsche, Steinböcke und Mufflons in ihrem natürlichen Lebensraum beobach- ten und dabei vom Tierpark-Ranger viel Wissenswertes über das Wild und seine Le- bensgewohnheiten erfahren. Höhepunkt der Wanderung am 28. Jänner von 14 bis 16 Uhr ist die Fütterung der Tiere.

www.hohe-wand.gv.at

Wilder Aufzug gegen Geister

Am 5. Jänner, dem Vorabend zum Dreikönigstag, ziehen die Inn- viertler Maschkerer als Hexe, wilder Bär, Guckkastenmann,

Kasperl, Teufel, Jäger, Hausierer etc. verkleidet von Haus zu Haus. Mit den teils furchterregenden Verkleidungen sollen böse Geister ausgetrieben und Glück ins Haus gebracht werden.

www.innviertel-tourismus.at

WALDVIERTLER

HANDWERKSWOCHEN

Werkstätten und Manufakturen öffnen vom 12. Februar bis zum 30. März ihre Tore und laden mit 12 Kursangeboten zu einem Ausflug in die 900-jährige

Handwerksgeschichte des Waldviertels ein. Alte Fertigkeiten und innovative Techniken werden hier zu einem einzigartigen Hand- werksabenteuer – vom Töpfern, Tischlern, Drechseln, Flechten, Glasschleifen bis zum Schmuckerzeugen oder Nähen.

www.waldviertel.at

EBENSEER FETZENFASCHING

Die Ursprünge des Ebenseer Fetzenfaschings reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Die Arbeiter in den hiesigen Salinen entwickel- ten ihre eigenen Faschingsbräuche – mit entsprechend bescheide- nen Mitteln: den „Fetzen“ und „Loavn“. Aus diesen entstanden die fantasievollen Kostüme, mit denen der Fetzenfasching heute Besu- cher wie Einheimische begeistert. Die „Fetzen“ sind meist alte Frau- enkleider, auf die allerlei Stoffreste aufgenäht werden. Dazu trägt man Holzmasken – die „Loavn“ – und meist noch eine auffällige Kopfbedeckung, die für gewöhnlich durch eine kreativ-schrille

Gestaltung besticht und etwa zum Vogelkäfig, Lampenschirm oder Stofftier wird. Der Festzug in den Straßen von Ebensee beginnt am Faschingsmontag (12. Februar) um 15 Uhr und

dauert oft bis in die Morgenstunden.

http://traunsee.salzkammergut.at

Zur Vollansicht bitte antippen.

www.comfortintense.at