Frühjahr

Kraut und Ruam

im Frühjahr

Winter adé! Unaufhaltsam zieht der Frühling ins Land – mit zarten Knospen, Blütenduft und munterem Gezwitscher. Tipps für die junge Jahreszeit.

Frischlingsalarm!

Von März bis Mai kommen die Wildschwein-Frischlin- ge zur Welt. In dieser Zeit sind die Bachen besonders wachsam und reizbar. Bei einer Begegnung ruhig blei- ben, die Tiere nicht in die Enge treiben, sondern sich still von ihnen wegbewegen.

{MEI GEDICHT}

März

Und aus der Erde schauet nur

Alleine noch

Schneeglöckchen;

So kalt, so kalt ist

noch die Flur,

Es friert im weißen Röckchen.

Theodor Storm, 1817– 1888, deutscher Dichter

Geschützte

Palmkätzchen

Die Salweide mit ihren Palmkätzchen blüht als einer der ersten Bäume nach dem Winter. Da Bienen und an- dere Insekten auf die pollen- reichen Blüten angewiesen sind, stehen Palmkätzchen bis Ende April unter stren- gem Naturschutz. Am besten die anspruchslose Weide im eigenen Garten anpflanzen, die Bienen freuts und der Os- terstrauß ist gerettet.

Wampelerreiten in Axams

Jedes Jahr kann man am Axamer Hauptplatz (T) ein besonderes Spektakel bestaunen: Das weiße Trachtenhemd („Pfoad“ genannt) prall mit Heu gefüllt, kämpfen die „Wampeler“ gegen die Reiter. Erstere symbolisieren den Winter, Aufgabe der Reiter ist es, die Wampeler zu Boden zu bringen. So wird der Winter in die Flucht geschlagen und die Freude am Frühling gefeiert. Los gehts am 3. März ab 15:30 Uhr am Axamer Hauptplatz.

www.axams.tirol.gv.at

„Der schönste Monat für das Herz

ist und bleibt der Monat März.“

Volksmund

Wildkraut des Monats

WIESEN- SCHAUMKRAUT

Mit Ende März blüht das Wiesen-Schaumkraut rosa, violett oder weiß an feuchten Wiesen oder Bächen. Blüten und Blätter schmecken wie Kresse und können als Salat zubereitet oder in Topfen gerührt werden.

Fotos: Mauritius Images, 123rf, Picturedesk, Helmut Mitter, Maria Meixner, Roman Potykanowicz

FRIEDA & CARLO

IM NATIONALPARK

Die Wildkatzen Frieda und Carlo sind die Stars des Nationalparks Thayatal (NÖ). Bei Führungen kann man ihre Fütterung

mit verstecktem Futter erleben und von Rangern den Unterschied zwi- schen zahmen Haus- und Wildkatzen erfahren. Mit Filmvorführung. April bis Juni, Samstag, Sonn- und Feierta- ge um 15:30 Uhr (Nationalparkhaus).

Wildblume des Monats

DAS GROSSE WINDRÖSCHEN

Zephyr, der Gott des Windes, verliebte sich in die Nymphe Anemona. Seine eifersüchtige Gattin verwandelte diese darauf- hin in eine Blume. Daher steht das Große Windröschen (Anemo- na sylvestris) für Unschuld und Vertrauen in der Pflanzenspra- che. Von April bis Juni in lichten Wäldern beheimatet, zieht ihr honigsüßer Duft Hummeln und Bienen magisch an. Zwar kann sie keinen Nektar bieten, dafür aber reichlich Pollen.

Im Garten des Lebens ist Humor der beste Dünger.

Volksweisheit

Palmbuschenbinden

In der urigen Rauchstube im Großschrotter (Stmk.) trifft man sich am „Schmerzhaften Freitag“ in den frühen Mor- genstunden zum gemeinsamen Palmbuschenbinden.

Traditionellerweise werden die Buschen nach der Weihe ein Jahr im Herrgottswinkel aufbewahrt, wo sie Segen bringen und Unheil vom Haus abhalten sollen. In den Rauhnächten verwendet man sie zum Räuchern und zu Ostern zum Entfachen des Osterfeuers.

12. April, 5 bis 8 Uhr, Rauchstube im Großschrotter.

www.freilichtmuseum.at

Fackeltragen in Gösseling

Am Karsamstag werden in Gösseling (K) meterhohe Holzstämme wie Fackeln in der dunklen Nacht ge- schwungen und dann in Kreuz- und Kreisform auf- gestellt. Dieser alte Osterbrauch soll Schutz, Segen und eine gute Ernte fürs neue Jahr bringen.

Samstag, 20. April, ab 18:30 Uhr.

www.kaernten.at

DIE LETZTE

PALMESEL-PROZESSION

In der kleinen Gemeinde Thaur hat eine Urtiroler Tradition überlebt. Sitzend auf einem Holzesel wird eine lebensgroße Christusstatue über den Kalvarienberg in einer Prozession zur Rumer Pfarrkirche gezogen, wo sie musikalisch empfangen wird. 14. April, 13 Uhr, Thaurer Pfarrkirche.

www.pfarre-thaur.at

DER HEILIGE FLORIAN

Am 4.5. ist der Gedenktag des Heiligen Florian. Der Legende nach wurde er in der Enns ertränkt und sein Grab an der heutigen Stelle des Augustiner Chorherren Stifts St. Florian (OÖ) errichtet. Als „Wasserheiliger“ ist er nicht nur Patron der Feuerwehren, sondern auch der Schmiede, Rauchfangkehrer, Weinbauern, Bierbrauer u. v. m. 2004 wurde er Landespatron von Oberösterreich.

{MEI GEDICHT}

Im wunderschönen Monat Mai

Im wunderschönen Monat Mai,

Als alle Knospen sprangen,

Da ist in meinem Herzen

Die Liebe aufgegangen.


Im wunderschönen Monat Mai

Als alle Vögel sangen,

Da hab ich ihr gestanden

Mein Sehnen und Verlangen.


Heinrich Heine, 1797–1856

MAI-WIPFERL

Jetzt ist die beste Zeit, die jungen Spitzen der Fichten und Tannen zu „ernten“ (aber nur die Wipfel der seitlichen Äste!), um daraus Hustensirup, Tee

oder Gelee herzustellen. Durch die ätherischen

Öle und das reichlich vorhandene Vitamin C

wirken sie reizlindernd und antibakteriell.

Ideal bei Husten.

Ein Maitag ist ein

kategorischer Imperativ

der Freude.

Friedrich Hebbel, 1813–1863

PASSIONSSPIELE ERL

Alle 6 Jahre stellen 600 Laiendarsteller die Leiden Jesu Christi nach einem Text von Felix Mitterer beeindruckend dar. Chor und Orchester begleiten die Handlung mit einer eigens komponierten Passionsmusik. Von Mai bis Oktober immer samstags und sonntags um 13:00 Uhr im Passions- spielhaus Erl.

www.passionsspiele.at

Zugvogel des Monats

WIEDEHOPF

Im Mai kommt der „Upupa epops“ aus seinem Winterquar- tier in Afrika zu uns. Der scheue Vogel mit der markanten Feder- haube und dem langen Schnabel ist selten zu sehen. Sein charak- teristischer Ruf „Up-up-up“ ist hingegen weithin zu hören!

ENTSCHLEUNIGUNG PER ESEL

Im Mariazeller Land (Stmk.) kann man die Magie des entschleunigten Wanderns mit einem Esel erleben.

Zur Einstimmung wird der Esel gebürstet und der richtige Umgang erklärt. Dann geht es gemächlich durch den Wald. Für alle ab 6 Jahren geeignet. Samstag, 4.5. ab 13:00 Uhr. www.eselreich.at