September

Kraut und Ruam

im Herbst

Gesellig und gschmackig geht es hinein in den Herbst –

Tipps und Anregungen für die bunte Jahreszeit.

Ein Nationalpark

feiert Geburtstag

Ganzjährige Themenführungen rund um das Leben in und am Wasser bietet der burgenländi- sche Seewinkel. Am Sonntag, dem 16.09., feiert der National- park mit einer großen Jubiläums- feier samt Feldmesse, Schnitzel- jagd und Nationalparkkirtag sein

25-jähriges Bestehen.

www.nationalpark-neusiedlersee- seewinkel.at/programmexkursio- nen.html

SAMEN ERNTEN

Blumensamen an einem sonnigen Tag sammeln und

2–3 Tage auf Zeitungspapier trocknen. In einer Zündholz- schachtel aufbewahren

(wg. Feuchtigkeit), Beschrif- tung nicht vergessen!

Es gibt eine Stille des Herbstes

bis in die Farben hinein.

Hugo von Hofmannsthal (1874–1929)

PIELACHTALER DIRNDLKIRTAG

Alljährlich zur Erntezeit wird im Pielachtal (NÖ) der Kornelkir- sche ein eigenes Fest gewidmet. Auch Gelber Hartriegel oder

Dirndl genannt, lassen sich aus der herb- süßen Frucht allerlei Köstlichkeiten zau- bern. Am 29. und 30. September lädt der Pielachtaler Dirndlkirtag zu musikali- schen und kulinarischen Genüssen – von Dirndlbowle und Dirndlrolle (Ziegenkäse mit Dirndln gefüllt) bis hin zu Dirndltor-

Geigentag Bad Goisern

Am ersten Sonntag im September wird in Bad Goisern aufgegeigt. Ab Mittag finden sich Musikanten aus ganz Österreich und Bayern zusammen, um gemeinsam bis in die späten Abendstunden hinein zu musizieren. Das Geigenbauen hat im Salzkammergut Tradition: Vier der österreichweit ca. 100 Streich- und Zupfinstrumentebauer sind in Bad Goisern angesiedelt.

www.im-salzkammergut.at/veranstaltungen/

bad-goisern/geigenfest/

TRAUNKIRCHNER HOLZMARKT

Die Wiege der Wäschekluppe liegt in der Viechtau im Traun- viertel (OÖ). Die dortigen Holzknechte lebten bis ins 20. Jahrhundert hinein vom „Ins-Holz-Gehen“ und der

Herstellung hölzerner Gebrauchsgegenstände. An

diese Tradition knüpft der Traunkirchner

Holzmarkt an. Am 1. und 2. September

stellen Flechter, Drechsler, Schnitzer und

Binder ihre Handwerkskünste

zur Schau. www.traunkirchen.at

NACHT DER KELTISCHEN FEUER

Die mystische und faszinierende Welt der Kelten macht das Urgeschichtemuseum MAMUZ im Schloss Asparn/Zaya (NÖ)

erlebbar. Sanfte Harfenmusik und packende Trommelrhythmen geleiten die Besucher durch das archäologische Freigelände. Die Hüter der Lager- und Herdfeuer zeigen frühes keltisches Hand- werk und laden die Besucher zum Mitmachen ein: 13. Oktober, 17–22 Uhr.

www.mamuz.at/de/veranstaltun- gen/44-nacht-der-keltischen-feuer

Fotos: St. Martins Therme && Lodge/Kurt-Michael Westermann, 123rf, Oberösterreich Tourismus/Röbl, Wikimedia Commons/H. Krisp, Auftragsfoto Sappert, Mauritius Images

Speisepilz des Jahres 2018

Nicht Pflanze und nicht Tier – eine eigene Gattung sind die Pilze, auch Fungi genannt.

Der „Flockenstielige Hexenröhrling“ ist einer der besten Speisepilze und hat ein festes, sattgelbes Fleisch. Im Anschnitt läuft er blau an, diese Verfärbung ist jedoch unbedenklich und verliert sich beim Kochen wieder. Er wächst bevorzugt auf sauren Böden und in Symbiose mit Buchen sowie Fichten.

{MEI GEDICHT}

Herbst

Die Zeit der Rosen ist vorbei,

in den Scheunen lagert duftend das Heu,

befreit ist der Baum von des Obstes Last;

und träumend ruhen die Felder.


Nur manchmal hörst du der Vögel Ruf,

wenn sie ziehen in fremde Lande,

dann denkst du: „Ach wär ich doch auch dabei“,

im gleitenden Federgewande.


Doch langsam wird auch dein eigener Schritt,

du weißt ja, du musst hier verharren,

und warten und hoffen voll Ungeduld,

bis sie wiederkehren in Scharen.


Marie Schrenk, Kundin von Nah&Frisch Kaufmann

Karl Walenta, 3932 Kirchberg am Walde, NÖ

Wenn der Frühling Verheißung ist und der Sommer Erfüllung, darf ein schöner Herbst als die schönste Gnade Gottes bezeichnet werden.

Spruch

Bärenwald Arbesbach

Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN gibt in ihrer Auffangstation im Waldviertel (NÖ) ehemaligen Zirkus- und Käfigbären ein neues

Zuhause. Die großzügigen Gehege bieten einen artgerechten Lebens- raum und sind barrierefrei zu erkunden. Die Entdeckungsreise in die Welt der Bären wird durch

einen Multimediaraum und einen Spielplatz mit Niederseilgarten erweitert. www.baerenwald.at

Ich ziehe den Herbst dem Frühjahr vor, weil das Auge im Herbst den Himmel, im Frühjahr aber die Erde sucht.

Søren Kierkegaard

(1813–1855)

Bergsteigerfriedhof Johnsbach

Dem Bergsteigerhimmel ganz nah kommt man in der kleinen steirischen Gemeinde Johnsbach im Na- tionalpark Gesäuse. Hier finden jene ihre letzte Ru- hestätte, die im Alpinismus ihr Leben gelassen ha- ben. Seine Ausrichtung hin zum Großen Ödstein gewährt den Besuchern einen erhebenden Ausblick. Ein Besuch des Friedhofs lässt sich wunderbar mit einer Wanderung entlang der Johnsbacher Almen- runde verbinden.

www.gesaeuse.at/aktivitaet/

bergsteigerfriedhof-johnsbach

Handgefertigte Brotdose

In Emmersdorf an der Donau ist die älteste Töpferei Niederösterreichs daheim. Gabriele Kummer und ihr Mann Karl-Heinz fertigen dort seit 30 Jahren individuelle Keramiken sowie Kachelöfen an. Die eigens entwickelte Brotdose aus unglasierter Keramik ist ein Markenzeichen des Familienbetrie- bes. Dank der Mischung aus Steinzeugton und effektiven Mikroorganismen sorgt sie für eine natürliche Lagerung von lang anhaltend frischem Brot.

www.diebrotdose.at

Sanddorn

Leuchtendes Pferd – so lässt sich der botanische Gattungs- name „Hippophae“ dieses Öl- weidengewächses übersetzen. Bis spät in den Herbst reifen daran die gelben bis orangero- ten Früchte. Sie sind reich an Vitamin C und lassen sich zu feiner Marmelade verarbeiten.

DAS STRIEZELPOSCHEN

An den Abenden vor Allerheiligen wird in Weinviertler Wirtshäusern das regionale „Striezelposchen“ zelebriert.

Bäcker Philipp Stoiber aus

Laa an der Thaya erklärt, wie’s geht: „Jeder würfelt dreimal. Ob die höchste oder niedrigste Zahl gewinnt, wird vorher aus- gemacht.“ Als Gewinne sind meist mehrere kleine Striezel in der Mitte des Tisches aufge- stapelt. Sind diese vergeben, geht es um den Hauptpreis. Wer den „Großen Striezel“, „Meterstriezel“ oder auch „Guldenstriezel“ gewinnt,

gibt meist zum krönenden Abschluss noch eine Runde

an alle aus.

11.11. UND DIE NARRENZAHL

Am Namenstag des hl. Martin werden die Narren geweckt. Die Zahl 11 gilt als eine Darstellung der Sünde – die Überschreitung der Zehn Gebote wird der Übertretung der Normen während der Faschingszeit gleichgesetzt. Darstellungen zeigen daher den Nar- ren oft gemeinsam mit der Zahl 11. Die Faschingsgesellschaften haben diese Überlieferungen aufgegriffen und die Zahl 11 zur Glückszahl der Narren gemacht.