Nachhaltig genießen

Kreative

Restlküche

Wegwerfen war gestern. Mit diesen Restlkochideen tun wir nicht nur unserer Umwelt und unserem Geldbeutel etwas Gutes, sondern auch unserem Gaumen.

Die Sellerieknolle ist enorm vielseitig.

Da sie einen sehr intensiven Geschmack

hat, empfiehlt es sich, sie zu schmoren,

was ihr mehr Süße verleiht, oder mit an- deren Zutaten zu kombinieren – den Puffer z. B. mit Roten Rüben oder den Salat mit frischem Apfel.

Dreierlei Sellerie – Braten, Puffer, Salat

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN

Zeitaufwand: 1 Stunde


FÜR DEN SELLERIEBRATEN:

1 Sellerieknolle

4 EL Olivenöl

2 TL Meersalz

¼ l Weißwein oder Wasser


FÜR DIE SELLERIEPUFFER:

300 g rohe Sellerieknolle, geraspelt

300 g rohe Rote Rübe, geraspelt

2 EL Sojamehl

4–5 EL Kartoffelstärke oder 2 EL Haferflocken

Salz, Muskatnuss, Bratöl


FÜR DEN SELLERIESALAT:

1 Handvoll Kürbiskerne

½ Sellerieknolle (und 3–4 Stiele

Selleriegrün), gerieben und fein gehackt

½ TL Salz

2 Äpfel, gerieben

2 EL Essig

3 EL Öl (Kürbiskern-, Raps-, Oliven-

oder Hanföl)

1 TL süßer Senf


ZUBEREITUNG

FÜR DEN SELLERIEBRATEN:


1 Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Selleriegrün und Wurzeln entfernen und gut waschen. Die Knolle halbieren und die Hälften mit der Schnitt- fläche nach unten auf ein eingeöltes Back- blech geben.


Aus Olivenöl, Salz und Wein/Wasser eine Marinade anrühren. Die Oberfläche damit bepinseln. Während der Backzeit alle 20 Minuten wiederholen, bis die Knolle nach etwa 1 Stunde außen knusprig und innen butterweich ist, wenn man sie mit einem Messer ansticht. In Scheiben geschnitten servieren.


FÜR DIE SELLERIEPUFFER:


1 Sellerie- und Rote-Rübe-Raspeln in einem Sieb auspressen, mit Sojamehl und Kartoffelstärke/Haferflocken vermengen und mit Salz und Muskatnuss würzen.


Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und mit einem Esslöffel Puffer ins heiße Öl geben und flach drücken. Von beiden Seiten knusprig anbraten, die zweite Seite geht meist etwas schneller. Am besten sofort aufessen!


FÜR DEN SELLERIESALAT:


1 Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie aufplatzen und gebräunt sind.


Den geriebenen Sellerie und das gehackte Grün mit dem Salz in einer Schüssel verkneten und die Äpfel dazugeben.


Aus Essig, Öl und Senf ein Dressing an- rühren, über den Salat geben. Abschmecken, gegebenenfalls nachwürzen. Mit den Kürbiskernen bestreuen.

Fotos: Annabell Sievert

Cremig-knusprige Brokkoli-Pasta

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN

Zeitaufwand: 30 Minuten


½ oder 1 kleiner Brokkoli-Kopf (ca. 300 g)

300 g Nudeln

4 El Olivenöl

1 Handvoll Sonnenblumenkerne

1 EL Sojasauce

Salz, Pfeffer

Muskatnuss


ZUBEREITUNG


1 In einem Topf, der für die Nudeln groß genug ist, Wasser aufsetzen. Den Brokkoli waschen, die Röschen vom Stiel lösen und etwas zerkleinern. Den Stiel in kleine Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser einige Minuten weich kochen.


2 Mit einer Schaumkelle herausfischen, zum Abkühlen beiseitestellen und anschließend die Nudeln im selben Wasser „al dente“ kochen.


3 Abgießen und mit kaltem Wasser

abschrecken, damit sich das Gluten

abwäscht und sie nicht zusammenkleben.


4 In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und

die Röschen darin anrösten. Wenn sie leicht gebräunt, aber noch knackig sind, die Sonnenblumenkerne dazugeben. Sobald diese ebenfalls Farbe bekommen, mit der Sojasauce ablöschen.


5 Für die Nudelsauce die gekochten Brokkoli-Stiele zusammen mit 100 ml Wasser und 2 EL Olivenöl fein pürieren und kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat- nuss abschmecken.


6 Die Sauce mit den gekochten Nudeln vermengen und gegebenenfalls noch mal kurz erwärmen. Portionieren und mit dem gerösteten Röschen-Sonnenblumenkern- Topping servieren.

Dass man den Stiel des Brokkoli genauso gut verzehren kann wie die Röschen, ist weithin bekannt. Zugegebenermaßen sind die Röschen aber einfach schöner und machen mehr Spaß im Mund. Deshalb kann man den Stiel in diesem Rezept als Basis für eine cremige Nudelsauce verwenden. Die Röschen werden zusammen mit Sonnenblumenkernen und Sojasauce knusprig angebraten und dienen als Krönung dieses Wohlfühlgerichts.

Ofengeschmortes Steinobst im Rotweinbad

Steinobst – wie Marillen, Mirabellen, Zwetschken oder Pflaumen – schmeckt köstlich, wird aber schnell weich und matschig. Wenn das Obst erste Dellen bekommt und man keine Lust hat, es zu einem Smoothie zu pürieren oder zu Marmelade zu verkochen, einfach in den Ofen stellen! Als süß- herzhafte Beilage zu gekochtem Reis/Getreide oder Gemüsege- richten lässt es sich auch sehr gut einige Tage kalt im Kühl- schrank aufbewahren. Wer es lieber ohne Knoblauch mag, einfach nur Zwiebeln dazugeben – auch super! Den Wein kann man auch durch Trauben-, Pflaumen- oder Apfelsaft ersetzen.

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN

Zeitaufwand: 40 Minuten


200 g Steinobst (z. B. Marillen, Mirabellen, Zwetschken, Pflaumen)

je nach Größe 1–2 rote Zwiebeln

optional 2 Knoblauchzehen

200 ml Rotwein

4–5 Zweige frischer Rosmarin

oder 3 TL getrockneter Rosmarin

1 TL Salz


ZUBEREITUNG


1 Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unter- hitze vorheizen.


2 Das Steinobst waschen, halbieren und entsteinen.


3 Die Zwiebeln halbieren, schälen und in breite Streifen schneiden. Knoblauch schälen und in feine Streifen schneiden.


4 Steinobst, Zwiebeln, Knoblauch,

Rotwein und Rosmarin in eine Auflauf- form geben, salzen und alles gut vermengen.


5 Im Backofen etwa 15–20 Minuten bei 200 °C schmoren, bis die Früchte schön weich und saftig durchgezogen sind. Entweder direkt genießen oder abkühlen lassen und zum Aufbewahren in ein Schraubglas geben.

BUCHTIPP:

„Zero Waste

Küche“, Leben ohne Plastik,

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ZS Verlag,

www.zsverlag.de

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