Lokale Partner: Rosi (links) und Benedikt Wurth (rechts) stellen aus Bienenwachs und Baumwolltüchern eine Alternative zu Plastikfolie her. Der Jaus’nwrap ist im Geschäft von Petra Bauer (Mitte) in Pfaffenschlag erhältlich.

Aus’m Dorf

Bienenwachs

statt Plastik

In ihrem Geschäft in Pfaffenschlag verkauft Petra Bauer mit dem „Jaus’nwrap“ eine Alternative zu Plastikfolien und Co. Die Hersteller Benedikt und Rosi Wurth produzieren ums Eck.


Text: Johannes Luxner Fotos: Sebastian Freiler

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WIR MACHEN

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D

as Nah&Frisch Geschäft von Petra Bauer in Pfaffenschlag im Wald- viertel ist ein Fixpunkt im Ort. Und das nicht nur, was Lebensmittel

betrifft. Als Post-Partnerin wickelt sie auch den Briefverkehr der 1.000- Einwohner-Gemeinde ab. Als ihr Kunde Benedikt Wurth vor einiger Zeit immer öfter Pakete im Geschäft aufgab, wurde sie neugierig. „So sind wir ins Gespräch gekommen – und er hat mir vom Jaus’nwrap erzählt, den er an seine Kunden verschickt. Ich war so begeistert, dass wir ihn gleich ins Sortiment aufgenommen haben“, erinnert sich Petra. Wurth produziert den Jaus’nwrap gemeinsam mit seiner Frau Rosi nur fünf Auto-minuten entfernt im kleinen Örtchen Schwarzenberg.


Lebensmittel können atmen

„Im Grunde ist der Jaus’nwrap nichts Neues“, erklärt Benedikt. „Schon im Mittelalter wurden nach diesem Prinzip Lebensmittel aufbewahrt, um sie länger frisch zu halten.“ Doch mit dem Plastikzeitalter verschwand das Aufbewahrungsmittel. Rosi Wurth: „Der Jaus’nwrap wird aus Biobaum- wolltüchern gemacht, die in Bienenwachs getränkt sind. Viele ältere Menschen kennen das noch aus ihrer Kindheit.“ Die Tücher eignen sich zur Aufbewahrung von Brot, Obst und Gemüse, aber auch Schüsseln, Gläser und Tassen können damit abgedeckt werden. „Die Wachstücher sind einfach abwaschbar und lassen sich dadurch wiederverwenden – Plastikfolien schmeißt man nach einem Mal weg. Damit ist der Jaus’nwrap eine wirklich nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie und Co.“, schildert Rosi.


Produktion im ehemaligen Stall

Ähnliche Produkte habe sie in Kanada und in den USA kennengelernt – per Zufall. „Aber es wäre absoluter Wahnsinn gewesen, so etwas aus Übersee zu importieren. Wir haben deshalb beschlossen, es hier im Ort herzustellen.“ Gemeinsam mit seinem Vater hat Benedikt ein Dreiviertel- jahr getüftelt. Das war anno 2016. Mittlerweile ist der Jaus’nwrap für das Ehepaar eine Vollzeitbeschäftigung. Der Herstellungsort könnte stimmiger nicht sein: Die beiden leben und produzieren in einem alten Bauernhof, den sie gerade renovieren. Die Werkstatt befindet sich im ehemaligen Stall. Hier wird das Wachs erhitzt, in dem die Stofftücher getränkt und anschließend auf die entsprechende Größe zugeschnitten werden. Benedikt: „Bis hin zum Verpacken ist alles Handarbeit.“


Kein Bienenwachs ist wie das andere

Für die Herstellung des Jaus’nwraps verwenden die Wurths biologische Baumwolle, Kiefernharz, Jojobaöl und Bienenwachs, das von Imkern aus Niederösterreich und Oberösterreich stammt. „Das Bienenwachs jedes Imkers unterscheidet sich in Farbe und Geruch.“ Das samtige, duftende Tuch in der Hand meint Rosi: „Und das Schöne ist, dass wir damit ein durch und durch sinnvolles Produkt herstellen.“

Praktisch, nachhaltig, schön – und lokal hergestellt: der Jaus’nwrap im „aus’m Dorf“-Regal von Kauffrau Petra Bauer.







Die hats

Den Jaus’nwrap …

… von Benedikt und Rosi Wurth gibts u. a. bei Nah&Frisch Kauffrau Petra Bauer in 3834 Pfaffenschlag, NÖ.

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