Gemüse der Saison

Das Korn

der Azteken

Bereits vor über 7.000 Jahren wurden die Vorläufer von unserem Zuckermais in Mexiko angebaut. Kolumbus brachte die wertvolle Fracht nach Europa.

S

ein (ost-)österreichischer Name „Kukuruz“ stammt ver-

mutlich vom slawischen Lockruf für Hühner „Kukuru“ ab. Kukuruz ge- hört wie Weizen, Roggen oder Reis zu den Süßgräsern. Nach Weizen ist er das meist-gehandelte Getreide der Welt. Österreich zählt mit 2 Mil- lionen Tonnen pro Jahr zu den 40 größten Anbauländern.


Die Reife der Maiskolben erkennt man an der Verfärbung (von Grün zu Braun) des Bartes und der Blät- ter, die den Kolben umhüllen. Die Körner verfärben sich von Weiß zu Gelb und werden hart. Aus ihnen quillt dann ein milchiger Saft, wes- halb man dieses Reifestadium auch „Milchreife“ nennt. Das enthaltene Vitamin C und eine Reihe von B- Vitaminen erhöhen unsere Konzen- trationsfähigkeit. Zudem versorgen uns die gelben Kolben mit Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen.

{MEI TIPP}

„Mein Rezept für gekochten Kukuruz: Kolben mit wenig Zucker und Milch, einem Blatt und ein paar Spritzern Zitrone (so bleibt die Farbe erhalten) ca. 30 Minuten kochen. Mit Butter und Salz servieren – köstlich!“

Othmar Josef, Nah&Frisch Kaufmann in Thaya, NÖ

„Wenn der Kukuruz noch zart ist, mach ich am liebsten eine Suppe daraus: Aus den Kolben samt Blättern und Bart einen kräftigen Sud kochen. Mit einer guten Portion Obers kommt das zarte Mais-aroma dann so richtig

zur Geltung.“

Christa Weigl, Nah&Frisch Kauffrau in Wildendürnbach, NÖ

„Ich koch die Kolben in leicht gezuckertem Wasser und salze sie

erst danach – so bleiben die Körner weicher.“

Christa Durstberger, Nah&Frisch Kauffrau in Baumgartenberg, OÖ

Foto: 123rf

VORARLBERGER RIEBEL

Ursprünglich ein Armeleuteessen, erfreut sich der Riebel heute wieder großer Beliebtheit.

Zubereitung: Milch mit Salz und Butter aufko- chen, Maisgrieß zügig einrühren. Am Herd- rand zugedeckt einige Stunden aufquellen las- sen. Anschließend mit Butterschmalz langsam knusprig braten, dabei immer wieder „riebeln“ (mit dem Holzkochlöffel die Masse in kleine Stücke zerteilen). Der Riebel ist vielseitig und süß wie salzig ein Genuss.

DER KUKURUZ

SAISON: Juli und September

NAME: Goldmais, Welschkorn, Türkenkorn, Zuckermais, Süßmais

oder Zuckerkorn

LAGERUNG: Im Gemüsefach hält der Kukuruz in ein feuchtes Tuch gewickelt einige Tage, am besten bei maximal fünf Grad.

Kurios:

Der Kukuruz ist windblütig; die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Windtransport der Pollen.