Gartenkalender

Garteln

im Herbst

Weitere Garteltipps gibts auf

nahundfrisch.at

Nachhaltig gärtnern bedeutet achtsamen Umgang

mit der Natur: Ressourcen sparsam verwenden,

auf eigene Ressourcen zurückgreifen.

Der Garten belohnt uns dafür reich.

SEPTEMBER

Wintergemüse Portulak

Der wohlschmeckende

Portulak ist ein Wildgemüse, das nahezu in Vergessenheit geraten ist. Die vitaminreichen Stängel und Blätter können als Salat verspeist oder wie Spinat zubereitet werden. Wer jetzt sät, kann im Winter ernten.

Mohnblumen fürs Frühjahr

Für eine zeitige Blüte empfiehlt es sich, bereits im September zu säen. Das Saatgut lässt sich aus verblühten Mohnblumen gewinnen.

Buchsbaum stutzen

Buchsbaum kann jetzt für den Winter in Form gebracht werden. Tipp: Schnittgut zum Mulchen verwenden!

Herbstzeitlose pflanzen

Die ebenso giftige wie schöne Herbstzeitlose mag es windgeschützt. Auf feuchtem, nährstoffreichem Boden blüht sie schon nach 6 Wochen. Zwiebel mit der Spitze nach oben 15 cm tief einsetzen, gießen. Achtung: Kontakt mit der giftigen Zwiebel vermeiden, Handschuhe tragen!

Petersilie ins Haus holen

Kraut mit Wurzeln aus dem Beet nehmen und im Topf an einen kühlen, hellen Platz stellen – z. B. ans Fenster. Es bildet sich rasch frisches Grün.

Maggikraut für den Winter

Jetzt Liebstöckel ernten, im Schatten trocknen und luftdicht verwahren. Er verleiht Suppen, Saucen und Eintöpfen die richtige Würze.

WO HUMMELN SICH TUMMELN

Die hohe Glattblatt-Aster „novi-belgii“ wird auch als Bienenweide des Monats September bezeichnet (nur die ungefüllten Sorten). Staudenvermehrung durch Teilung nach der Blüte.

OKTOBER

Sommerblumen ins Kistl

Dahlien, Gladiolen, Jakobslilie und Tigerblume müssen vor dem ersten Bodenfrost aus der Erde geholt werden. Oberirdische Teile einkürzen (auf ca. 15 cm), die Knollen säubern und die Pflanzen kopfüber im Freien trocknen. Frostfrei und dunkel in Kisten mit Sägespänen oder Sand überwintern lassen.

Vitamine im Winter

Noch können winterharte Gemüse wie Spinat und Feldsalat ausgesät werden. Spinat liefert die erste Ernte im Februar,

Feldsalat im März.

Knoblauch setzen

Wer jetzt Knoblauch setzt, kann Ende Juni ernten. Zehen von der Mutterzwiebel lösen und mit der Spitze nach oben ca. 3 cm tief einsetzen.

Schön und gut: Wildobst

Die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis) darf in keinem nachhaltigen Garten fehlen. Sie leistet einen Beitrag für unsere Umwelt, indem sie Insekten mit Pollen und Nektar versorgt und mit ihren Früchten Vögeln als Nahrungsquelle dient. Außerdem machen Blüte, Früchte und Herbstverfärbung sie ganzjährig zu einem der schönsten einheimischen Sträucher.

Statt Plastik

Um weniger Plastik im Garten zu verwenden, kann gesammelte Saat in Papiersackerln aufbewahrt werden. Tipp: Sofort beschriften, kühl und

trocken lagern!

Herbst-Mahd

Um die Selbstaussaat von Blumen und Gräsern zu unterstützen, werden Wildblumenwiesen im Herbst zum zweiten Mal gemäht (erste Mahd im Sommer).

Wenns im November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Gärtner lacht!

Gärtnerweisheit

WURZELN MÖGEN WÄRME

Werden Gehölze im Herbst gepflanzt, können sie die Restwärme im Boden für ihre Wurzelbildung nutzen. So gehts: Pflanzloch ausheben (doppelte Breite des Ballens), Erde auflockern, Strauch einsetzen (nicht zu tief). Mit dem Fuß leicht andrücken und wässern. Tipp: Etwas Kies im Pflanzloch verbessert die Wasserdurchlässigkeit.

NOVEMBER

Weihnachts-Narzisse

Narcissus papyraceus blüht zu Weihnachten, wenn sie Anfang November eingepflanzt wird. Zwiebel im Topf flach in die Erde setzen und an einen warmen, hellen Ort stellen. Nach vier Wochen setzt die Blüte ein. Tipp: Soll die Blüte verzögert werden, Topf ins Kühle stellen (frostfrei).

Tontöpfe schützen

Blumentöpfe aus Ton gehören im Winter nach drinnen. Da sie Wasser absorbieren, besteht die Gefahr, dass sie bei Frost zerspringen.

Heinzelwürmchen

Leer geräumte Beete fühlen sich unter einer guten Schicht Gartenkompost am wohlsten. Die Würmer darin bereiten den Boden für die nächste Saison vor.

Kalt keimen lassen

Viele Pflanzen aus Bergregionen wie Himmelsschlüssel, Adonisröschen und Küchenschelle benötigen eine Kältephase, um keimen zu können. So gehts: Samenkörner bei Bodenfrost in einen Topf

mit Anzuchterde streuen und gießen. Mit einem Plastiksackerl überziehen und im Garten der Kälte aussetzen. Im April pikieren.

Tulpen pflanzen

Als Faustregel gilt, dass die Zwiebel vor dem ersten Frost gesetzt werden sollte.

Kürbisernte

Kürbisse sollten vor den ersten Nachtfrösten geerntet werden. Sie sind reif, wenn sie beim Klopfen hohl klingen.

{SCHREIBTS UNS}

Jeder hat so seine Garteltricks. Für unsere nächste Ausgabe suchen wir persönliche Tipps für die Monate Dezember bis Februar. Schreibts uns an: griassdi@nahundfrisch.at. Für jede Veröffentlichung gibts einen Nah&Frisch Gutschein!

Einsendeschluss: 01.10.2020

Die Liebe ist wie ein Garten: Wenn man sie nicht pflegt, verkommt sie.

Aus Arabien

Bodenlebewesen, wie z. B. Mikroorganismen, Algen, Pilze, Insekten und Regenwürmer, leisten durch ihre Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Qualität der Gartenerde (Humus). Dabei sind sie auf bestimmte Bodenschichten spezialisiert. Durch das Umgraben im Herbst werden diese Schichten durcheinandergebracht und die kleinen Helferlein dadurch abgetötet. Die Folgen sind eine Minderung der Fruchtbarkeit unserer Pflanzen und die Verzögerung ihres Wachstums – die Tierchen müssen wieder von vorn beginnen.

Der nachhaltige Garten

Der „Grubber“. Mit seinen drei Zinken am Ende eines langen Stiels ermöglicht er die Lockerung des Bodens, ohne dass die Erde gewendet wird, wie das beim Umgraben mit dem Spaten der Fall ist.

Natürliche Bodenlockerung: nie mehr umgraben  

Gründüngung. Klee, Phacelia, Lupinen oder Gelbsenf lockern mit ihren kräftigen Wurzeln verdichteten Boden auf. Außerdem versorgen sie den Boden mit Nährstoffen und unterdrücken Unkraut. Tipp: Jetzt aussäen, Pflanzen über den Winter stehen lassen.

So können wir

im nachhaltigen Garten die Beete auflockern, ohne den Humus zu vermischen:

Der „Sauzahn“. Sein sichelförmig gebogener Zinken lässt sich ohne Anstrengung durch die Erde ziehen und lockert dabei den Boden auf, ohne das Ökosystem zu stören. Tipp: Zweimal diagonal durchziehen!

Fotos: iStock, 123rf