Von Mensch zu Mensch

Gschichtn

aus‘m Leben

Als Energetikerin führt Nina Oppermann eine Naturpraxis und begleitet Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg. Bis sie ihre Bestimmung gefunden hat, brauchte es einige Wendepunkte in ihrem Leben.


Text & Fotos: Christoph Huber

N

ina Oppermann war fünfzehn Jahre alt, als sie beim Inlineskaten von einem Auto angefahren und verletzt wurde. Genauer gesagt

schnitt ihr ein Lenker mit seinem Auto den Weg ab, was ihr eine Operation am Knie und eine längere Genesungsphase einbrachte. Ein unglücklicher Zufall, könnte man meinen. Nina ist heute allerdings der Überzeugung, dass ihr das Leben damit ein Zeichen gesandt hat. Ein Zeichen dafür, dass ihr bisheriger Weg durchs Leben nicht ihrer eigentlichen Bestimmung entsprach. Sie ist sich sicher, dass es keine Zufälle im Leben gibt. Warum? „Weil das Universum keine Energie verschwendet,“ erklärt die lebensfrohe Energetikerin lachend.


Von Kind an auf Reisen

Ninas Eltern war es wichtig, dass sie und ihr Bruder möglichst viel von der Welt erfahren. Geografisch, kulturell – und spirituell. Bereits im zarten Alter von sechs Monaten führte Ninas erste Reise mit ihrer Familie in die Türkei – mit dem Auto. Erinnern kann sie sich daran nicht. Wohl aber an die zahlreichen Urlaube bei Qigong-Wochen mit den Eltern am Goldegg in Kärnten. Die Beschäftigung mit sogenannter Alternativmedizin, aber auch mit traditionellen Hausmitteln war für Nina und ihre Familie schon immer selbstverständlich.„Der Eintritt ins Schulsystem bedeutete für mich eine maximale Einschränkung. Trotzdem bin ich immer halbwegs gut durchgekommen und mitgeschwommen“, erzählt Nina. „Aber ganz egal, was ich gemacht habe, ich habe immer gespürt, dass es da mehr gibt, als das, was man sehen und begreifen kann.“


Die Zeichen erkennen

Und dann war da der Unfall beim Inlineskaten, den man als offiziellen Beginn für Ninas Suche nach dem richtigen Weg, nach ihrer Bestimmung bezeichnen könnte. Wobei sie es selber zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst benennen konnte. Viel eher war es für die Jugendliche ein diffuses Gefühl, etwas wahrzunehmen, worüber niemand spricht. „Ich habe immer gemerkt, ich spür da was“, beschreibt Nina ihre damaligen Empfindungen, „fand aber keinen Raum dafür, weil darüber im Allgemeinen nicht geredet wurde.“ So blieb einstweilen oberflächlich alles beim Alten; die Wunden und Verletzungen ihres Unfalles verheilten, Nina machte die Matura und ging danach – „auf Sinnsuche“, wie sie schmunzelnd anmerkt – für ein Dreivierteljahr als Au-pair nach Kanada.


Verloren im Großraumbüro

„Wenn man etwas macht, dann mit Leidenschaft. Sonst hat es keinen Sinn“, beschreibt die Heilpraktikerin ihre Haltung. Als nach ihrer Heim- kehr aus Kanada eine Entscheidung für eine berufliche Richtung anstand, entschloss sich Nina für die Tourismusbranche. Gekellnert hat sie nebenher immer schon viel und gerne, nun begann sie Tourismusmanagement zu studieren und landete danach im anonymen Großraumbüro einer Urlaubsbuchungsplattform. Schnell war Nina klar, dass dies nicht ihre Bestimmung sein könne.


Sinnsuche in den USA …

So begab sich die junge Oberösterreicherin wieder auf Reisen. Die USA waren diesmal ihr Ziel. „Zu Beginn meines Aufenthaltes hatte ich eine Basisstation, von der aus ich die Fühler in alle Richtungen ausstrecken wollte – Sinnsuche eben!“ Zu dieser Zeit befasste sich Nina Oppermann bereits intensiver mit Spiritualität. Sie meditierte, las Bücher, die ihr Bewusstsein erweiterten, und merkte nach und nach, dass es doch mehr Menschen gab, die ähnlich dachten und fühlten wie sie. Ihre Reise führte Nina quer durch die USA und durch Mexiko, wo sie sich als freiwillige Helferin für Kost und Logis auf biologischen Farmen verdingte. Ein, zwei Wochen Arbeit auf einer Farm, dazwischen Reisen. Dies bescherte ihr eindrückliche Erfahrungen und Begegnungen mit ganz besonderen Menschen. Unter anderem mit einer Frau, die ihre Farm im Urwald permakulturell bewirtschaftete. Weit weg von jeglichem Komfort erlebte Nina eine tiefe Verbundenheit von Mensch und Natur und sah, was daraus entstehen kann.


… und in Mexiko

Auch spirituell war Mexiko für die heute 30-Jährige eine sehr prägende Erfahrung. „Ich hatte dort spezielle Erlebnisse, vor allem an den Stätten der Maya, wo sehr viel Energie, sehr viel altes Wissen da ist“, berichtet Nina Oppermann. Auf einer Maya-Pyramide begann sie plötzlich zu weinen, hatte eine Panikattacke. Ein Gefühlschaos, das Nina damals noch nicht einordnen konnte. Heute, wo sie auf ihrem spirituellen Weg weiter ist, kann sie es: Das Leben schickte ihr mit dieser gefühlsintensiven Erfahrung abermals ein Zeichen, noch weiter in die Tiefe zu gehen.


Du musst dein Leben ändern

Zurück in Österreich entschied sich Nina gegen ihr Gefühl und für die vermeintliche Sicherheit – in Form eines Bürojobs. Wenig später wurde Nina schwanger. Aus dem anfänglichen Gefühlschaos schöpfte sie nun ausreichend Mut, ihr Leben grundlegend zu verändern und zurück auf ihren Seelenweg zu finden. „Mit der Geburt meiner Tochter kam die Erkenntnis, dass das Leben für mich noch viel mehr vorbereitet hat. Jetzt war es an der Zeit, richtig in die Tiefe zu gehen.“


Der „göttliche Kanal“

Wenn Nina ihre Tochter betrachtet, sieht sie das Kostbare, das Kindern innewohnt. „Kinder sind uneingeschränkt mit ihrer Seele verbunden.“ Die junge Mutter findet in der Folge zum „Channeling“, der reinsten Form der Intuition. „Wir befinden uns hier in einer dreidimensionalen Welt und machen menschliche Erfahrungen“, erklärt die Energetikerin. „Durchs Channeling gelangt man durch den göttlichen Kanal in das fünf- dimensionale Bewusstsein, in die Welt des Feinstofflichen. Dort hat man Zugriff auf das gesamte Wissen.“


Das eigene Leben leben

Ihre Erfahrungen will Nina fortan weitergeben. Sie machte eine Ausbildung zur Akupunkt-Meridian-Masseurin (AMM) auf den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie ist AMM-Therapeutin, Reinkar- nationsleiterin, Spiritual Messenger, Querdenkerin, Freiheitsliebende, Frau, Mama und vieles mehr. All das macht ihren Seelenweg aus. Was sie den Menschen, die sie aufsuchen, mitgeben möchte? „Selbstverantwortung. Das Bewusstsein, dass ich mein Leben selber gestalten kann. Diese Freiheit zu leben und wertzuschätzen, darum geht es.“ Und damit springt Nina mit einem ganz irdischen Bedürfnis auf: einkaufen gehen. „Sonst macht die Kleine heute Abend einen Aufstand“, lacht sie. Biologische und natürliche Lebensmittel kauft sie bei ihrem Onkel Peter Oppermann, langjähriger Nah&Frisch Kaufmann in Traun, OÖ.

www.nina-naturlich.net

Mit dem Koshi-Klangspiel stimuliert Nina die Schwingungen im Körper und harmonisiert so die Energiekreisläufe.

„Zufälle gibt es nicht – weil das Universum keine Energie verschwendet.“

In ihrer Praxis bietet Nina Oppermann auch Körperpflege- und Gesundheitsprodukte aus biologisch-dynamischem Anbau an.

Zur Behandlung der Meridianverläufe am Körper verwendet Nina Oppermann auch Kinesiologie-Tapes und Schröpfgläser.

„Ich bin spirituell“, sagt Nina Oppermann über sich. „Meine Religion heißt Liebe. Das Göttliche ist in uns.“

„Kinder sind uneingeschränkt mit ihrer Seele verbunden.“

Der Meridianstift ist eines der wichtigsten Werkzeuge in der Akupunkt-Meridian-Massage.