Aus’m Dorf

140

Fußballfelder

für die

Honigbienen

Im Geschäft von Familie Herzog steht ein außergewöhnliches Produkt im Regal. Mit dem Kauf von MIËLO-Honig unterstützen Kunden pestizidfreie Felder für Bienen und die Artenvielfalt in ihrer Region.


Text: Alexandra Gruber Fotos: Sebastian Freiler

WIR MACHEN

UNS STARK FÜR

-Lebensmittel

aus der Nähe

-unsere Umwelt

-den Zusammenhalt im Dorf

-unsere Bauern und Familienbetriebe

W

ir stehen im Nah&Frisch Kaufhaus Herzog im Zentrum von Kru- mau am Kamp vor dem Regal mit den Spezialitäten aus’m Dorf

und aus der Region. Erdäpfelchips mit Meersalz, Sugos, Olivenöle, Buch- weizenmehl, Reis und vieles mehr reiht sich aneinander. Alles bio, alles ohne weite Transportwege aus dem Ausland. Kauffrau Sabine Herzog macht uns auf ein ganz besonderes Produkt aufmerksam, das seit Anfang des Jahres in ihrem Geschäft verkauft und von einem ihrer Stammkunden produziert wird. „MIËLO-Honig ist nicht billig, aber durch den Kauf fördert man ein Ökoprojekt in Krumau“, erklärt sie. Schwiegervater Josef ergänzt: „Der Imker, Ernst Brandl, ist punkto Nachhaltigkeit ein Pionier.“ Gemeinsam mit Sabine statten wir dem nahe gelegenen Betrieb einen Besuch ab.


Pestizidfreie Wiesen für fünf Millionen Bienen

Ernst Brandl empfängt uns in seinem blühenden Refugium mit Honigbier und guter Laune. Er erzählt, wie wichtig Sabines Geschäft für ihn als „Zua- groaster“ aus der Großstadt sei. „Für mich ist das ein wichtiger Ort der Kommunikation“, sagt er und lacht. „Ich habe wenig Freizeit, daher ist das Geschäft für mich eine gute Möglichkeit, im Ort Anschluss zu finden.“ Der Wiener Wirtschaftsanwalt hat in der Waldviertler Gemeinde 2009 einen alten Bauernhof erworben und betreibt auf dem Areal nebenberuflich die Imkerei MIËLO. „Mit drei Bienenvölkern hab ich angefangen,“ sagt Brandl, als wir gemeinsam seine beschauliche Naturoase erwandern. Die Imkerei ist mittlerweile auf 110 Völker angewachsen, das entspricht Ende Juni rund fünf Millionen Bienen. Wenn die Tiere in unmittelbarer Nähe des Bienenhauses ihren Nektar sammeln, dann tun sie das auf pestizid- freien Wiesen und Feldern. Brandl bezahlt die Landwirte, die seine Grundstücke bewirtschaften, damit sie keine Pflanzenschutzmittel benutzen. „Mit einem zweiten Standort am Schweizerhof nahe Traismauer ist die giftfreie Fläche mittlerweile auf 100 Hektar angewachsen, das entspricht 140 Fußballfeldern für meine Bienen, die Wildinsekten und die Tiere, die sich von ihnen ernähren.“


Verschwundene Arten kehren zurück

Es gehe um ein funktionierendes Ökosystem, damit die Artenvielfalt erhalten bleibe. „Seit ein paar Jahren entdecken wir wieder Rebhendln, Fasane, seltene Insekten und Schmetterlinge, die früher hier beheimatet waren und nun wieder zurückkommen und sich auch vermehren“, sagt Brandl. „Die Bienen arbeiten daher auch für andere Wildtiere, für die wir einem Lebensraum schaffen.“ Der Ertrag aus dem Verkauf des Honigs wird in das Projekt reinvestiert. Die Imkerei produziert jährlich je nach Witterung zwischen 2,5 und 5 Tonnen Honig. Das Bioprodukt ist teurer als herkömm- licher Honig und wird über einen Online-Shop vertrieben, die Hauptab- nehmer sind Unternehmen, Anwälte und Manager. Wer das Artenvielfalt- projekt unterstützen möchte, findet den besonderen „Saft“ nun eben auch bei Kauffrau Sabine Herzog in Krumau.

www.mielo.eu

Mit dem Kauf von MIËLO-Honig und MIËLO-Ale unterstützt man nachhaltige Honigproduktion.

Die hats

MIËLO-Honig

und MIËLO-Ale, ein Honig- bier in Zusammenarbeit mit BrauSchneider, gibts u. a. bei Nah&Frisch Herzog,

Krumau/Kamp 34, 3543 Krumau/Kamp, NÖ.

Zur Vollansicht bitte antippen.

www.knorr.com