Aus’m Dorf

Gemeinsam fürs Dorf

Nah&Frisch Kaufleute setzen sich österreichweit für Produkte von Bauern und Betrieben aus dem Ort ein. Ein eigenes Etikett – „aus’m Dorf“ – zeichnet diese Lebensmittel ab sofort aus.

Die Vorteile für uns alle liegen auf der Hand.

B

ei den Bauern und Produzenten, die mich beliefern, hab ich klare Prioritäten“, sagt Markus Hergovits, der seine Nah&Frisch „Genuss-

greißlerei“ in Antau (Bgld.) führt. „Als Erstes kommen für mich Produkte aus Antau und aus’m Wulkatal. Weil ich nicht einseh, warum wir was von weither holen sollen, wenns das alles hier gibt. Und zwar in super Qualität.“


Schätze aus der Nachbarschaft

Dutzende Produkte von lokalen Herstellern hat Markus Hergovits im Sorti- ment. „Weil mir wichtig ist, unsere Bauern und Kleinproduzenten zu unter- stützen. Die haben wirkliche Schätze.“ Für den engagierten Kaufmann ist das eine Frage der Überzeugung. „Was bringt es uns, wenn die Konzerne noch größer werden und unsere Familienbetriebe im Dorf eingehen?“


Jedes Produkt hat ein Gesicht

„Lokale Produkte bringen die Leut zam“, davon ist Nah&Frisch Kauffrau Gabi Degenfellner aus Waldneukirchen (OÖ) überzeugt. „Bei mir steht jeder Bauer einen halben Tag im Gschäft und stellt seine Produkte vor. Und nach einem halben Jahr noch einmal, damit er hört, was den Kunden schmeckt und was vielleicht weniger. So kommt man ins Reden und lernt sich kennen“, so die Kauffrau. Genau dieser persönliche Kontakt mit den Kunden wird auch von vielen lokalen Herstellern geschätzt. Stefan Grossauer, Geschäfts- führer von „Grossauer Edelkonserven“ in Schönberg am Kamp (NÖ): „Für uns sind gerade die kleinen Geschäfte im Ort lebensnotwendig – dort gibt es noch einen wirklichen Austausch, dort erklären die Kaufleute ihren Stamm- kunden die Produkte, lassen sie verkosten und erzählen die Geschichte dazu.“


Mehr Miteinander im Ort

Lebensmittel aus’m Dorf fördern aber nicht nur die Begegnung, sondern auch den Zusammenhalt im Ort. „Man muss sich da heroben einfach un- terstützen, sonst schaffen wir das nicht“, so Nah&Frisch Kauffrau Irmtraud Eckl aus dem kleinen Bergdorf Marul (Vbg.). „Drum hab ich auch den Bergkäse von unserer Bio-Sennerei im Sortiment. Der hat Preise gewonnen und ist herrlich aromatisch, bis zu 100 kg verkauf ich von dem jeden Mo- nat. Umgekehrt kaufen halt auch die Senner bei mir ein – so ist es ein Kreis- lauf bei uns im Dorf und jeder hat was davon.“ Auf das Miteinander im Ort legt auch Kauffrau Gabi Degenfellner besonderen Wert: „Unsere Bauern sind froh, dass sie ihre Produkte bei mir verkaufen können. Aber ich horch natürlich auch auf die Bauern und hab z. B. die Molkerei gewechselt, damit ich von der beliefert werd, für die unsere Bauern produzieren. So unter- stützt man sich gegenseitig.“ Genau auf dieses Miteinander setzt auch Peter Dobrovits, Geschäftsführer des kleinen Getränkeherstellers Schmex aus Wulkaprodersdorf (Bgld.). „Wir sind ein Familienbetrieb, für uns zählt der persönliche Kontakt. Ich fahr mit unseren Limonaden von Gschäft zu Gschäft, ich kenn alle Kaufleute persönlich, die sagen mir dann ehrlich, was sie davon halten – das ist für uns sehr wichtig.“


Zurück zu „unseren Produkten“

„Dass ma wieder zurückgeht zu unseren Produkten“, darin sieht Kauffrau Eli- sabeth Plabensteiner mit ihrem Geschäft in Schönberg am Kamp (NÖ) den größten Nutzen lokaler Lebensmittel. „Meine Kunden wissen genau, wo die Produkte herkommen, viele kennen die Hersteller persönlich. Und das schafft Vertrauen.“ Ein vier Meter langes Regal ist in ihrem Geschäft für Pro- dukte aus der Umgebung reserviert. „Und für die Umwelt is auch gut, wenn da keine Lkw durch halb Österreich fahren“, fügt die Kauffrau einen letzten wichtigen Vorzug der lokalen Produkte hinzu, von dem wir alle profitieren.

Nah&Frisch Kauffrau Irmtraud Eckl setzt auf Bergkäse der Dorfsennerei Marul (Vbg.), Markus Hergovits auf Pannonischen Safran aus dem benachbarten Klingenbach (Bgld.).

„Meine Kunden wissen genau, wo die Produkte herkommen. Das schafft Vertrauen.

„Was bringt es uns, wenn die Konzerne noch größer werden

und unsere Familienbetriebe im Ort eingehen?“

WIR MACHEN UNS STARK FÜR

• Lebensmittel aus der Nähe

• unsere Umwelt

• unsere Bauern und Familienbetriebe

• den Zusammenhalt im Dorf

„Ich verkauf den Bio-Bergkäse meiner Senner, umgekehrt kaufen sie bei mir ein. So ist es ein Kreislauf bei uns im Dorf und jeder hat was davon.“