Gartenkalender

Garteln

im Frühjahr

Endlich kehrt in die kahle Winterwelt wieder Farbe ein. Die schönste Gartenzeit beginnt!

Weitere Garteltipps gibts auf

nahundfrisch.at

MÄRZ

Biologisch gegen Schnecken

Fadenwürmer, auch Wurzel- älchen genannt, verzehren die Larven vieler Schädlinge (z. B. Schnecken, Dickmaulrüssler). Sie werden der befallenen Pflanze über das Gießwasser zugeführt und können dann gleich an die Arbeit gehen.

Vorsicht Nachtfrost!

Überwinternden Pflanzen kann tagsüber schon etwas Frischluft gegönnt werden, das härtet sie ab. Doch

brauchen sie in der Nacht noch Schutz vor Frost.

„Die Erste“

Mit ihren bunten Blüten schickt uns die Primula (ital. „die Erste“) vulgaris die ersten Frühlingsgrüße in den Garten. Was manche nicht wissen: Die Wildform der Blume steht unter Naturschutz.

Wicken an der Stange

Duftwicken sind bei der großen, schwarzblau schillernden Holzbiene äußerst beliebt und können schon jetzt im Garten ausgesät werden. Tipp: Einige zwei Meter lange Stangen oben zusammenbinden, pro Stange zwei Samenkörner einsetzen.

Vorkultur am Fenster

Jetzt Kohlrabi, Fenchel, Gurken, Zucchini, Kürbis, Sellerie und Tomaten sowie alle Sommerblumen unter Glas oder Folie vorziehen –

z. B. auf der Fensterbank. Besonders insektenfreundlich: Löwenmäulchen, Cosmea, Sonnenblumen und Herbstastern.

Rückschnitt vor Austrieb

Sommerflieder

(Buddleja davidii)

jetzt kräftig

zurückschneiden!

Bodendecker vermehren

Soden von Storchschnabel oder Immergrün ausstechen, Teilstücke an den gewünschten Ort verpflanzen.

Struktur durch Sträucher

Immergrüne Sträucher verleihen dem Garten ganzjährig Struktur und bieten außerdem Insekten und Vögeln Schutz. Ende März ist die ideale Pflanz- und Umsetzzeit, denn der Boden ist bereits etwas erwärmt und das Wachstum kann einsetzen.

Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt wurden.

Ralph Waldo Emerson

APRIL

Nach der Blüte

ist vor der Blüte

Wenn Osterglocken und Tulpen ausgeblüht sind, sollte man die Blütenköpfe abschneiden und die Blätter stehenlassen. So geht die Kraft der Pflanze nicht in die Samenproduktion, und die Zwiebel fürs nächste Jahr kann sich gut entwickeln.

Sämlinge und Stecklinge

Gekaufte Sämlinge sowie Stecklinge vom letzten Jahr sollten bis zur Auspflanzung im Mai noch frostfrei gehalten werden.

Mut zur Mischkultur

Die Mischung verschiedener Pflanzenarten ist das Erfolgsrezept der Natur. Auch im Garten empfiehlt es sich, beim Anlegen neuer Beete auf gesunde Vielfalt zu achten. Besonders wirkungsvoll zwischen Blumen sind auffällige Gemüsesorten wie Mangold, Rote Rübe und Artischocken. Tipp: Gemüse in Gruppen anlegen anstatt in Reihen.

Sommerblumen säen

Ende des Monats kann mit der Direktaussaat von weniger empfindlichen Sommerblumen wie Bartnelke, Eisenkraut und Fleißiges Lieschen begonnen werden. Tipp: Mit Sand unregelmäßige Formen aufzeichnen, Rillen ziehen und die Saat vorsichtig einstreuen. Später ausdünnen.

GARTENWUNDER NACHTKERZE

Die zweijährige Nachtkerze ist selbstaussäend. Die intensive Leuchtkraft ihrer Blüten bildet Fixpunkte im Garten – jedoch jeweils nur für eine Nacht. Die jungen Blätter und Blüten schmecken übrigens ausgezeichnet im Salat. Die Wurzel, auch Schinkenwurzel genannt, galt früher als Fleischersatz und kann wie Schwarzwurzel zubereitet werden.

Man geht nie zweimal in denselben Garten.

Karl Foerster

MAI

Junges Unkraut zupfen

Regelmäßig Unkraut jäten, solange es noch kleine Pflanzen sind! Beste Zeit: frühmorgens an einem sonnigen Tag. Das Unkraut einfach liegenlassen – die Sonne trocknet die Wurzeln aus.

Endlich Sonne

Nach den Eisheiligen

(11.–15. Mai) können selbst empfindliche Pflanzen hinaus. Canna, Cosmea, Pelargonien, Fuchsien, Oleander sowie Citrus- und Bananenbäume in Töpfen – sie alle sehnen sich nach Sonnenlicht.

Frühes Stützen nützt!

Stützen sollten an Stauden angebracht werden, bevor die Pflanze sie braucht. Sie werden durch den neuen Wuchs bald vollständig verdeckt sein. Tipp: Kräftige, dünne Haselzweige lassen sich leicht in die Erde stecken.

{SCHREIBTS UNS}

Jeder hat so seine Garteltricks. Für unsere nächste Ausgabe suchen wir persönliche Tipps für die Monate Juni bis August. Schreibts uns an: griassdi@nahundfrisch.at. Für jede Veröffentlichung gibts einen Nah&Frisch Gutschein!

Einsendeschluss: 23.03.2020

Wildblumenwiese

Der nachhaltige Garten

Vom Grasstreifen zurWildblu- menwiese

Das richtige Saatgut

Gras sehr kurz mähen (Rasenschnitt nicht liegenlassen), Boden gut aufbrechen und lockern, dabei totes Gras und Moos entfernen. Der Boden sollte nährstoffarm sein, deshalb mit Sand abmagern. Saatgut mit Sand mischen, sparsam ausstreuen (siehe Mengenanweisung). Leicht einharken, festtreten und wässern – fertig.

Die Vielfalt einer Wildblumenwiese lockt viele Nützlinge an: Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge und sogar Vögel. Aber auch unser Gärtnerherz erfreut sich viele Jahre lang an ihrem endlos erscheinenden Blütenreichtum.

Um das gewünschte Ergebnis zu erhalten, sollte bei der Auswahl des Saatguts auf Qualität geachtet werden. In manchen „Wildblumenwiesen-Mischungen“ finden sich Ackerblumen und -gräser, welche die begehrten Wildblumen nach und nach verdrängen! Die ideale Wildblumenwiese enthält blühfreudige, selbstaussäende heimische Wildblumen und geeignete Gräser. Tipp: www.wildblumensaatgut.at

Fotos: 123rf, iStock, Shutterstock