September - November

Kraut und Ruam

im Herbst

Auch mit den kühleren und kürzeren Tagen hat

die neue Jahreszeit allerhand Kostbares zu bieten.

Tipps für einen schönen Herbst.

KÖNIG DER FELSWÄNDE

Mit ihrem imposanten Gehörn, ih- ren atemberaubenden Sprüngen und Kämpfen gehören Steinböcke zu den beeindruckendsten Alpentieren. Im Nationalpark Hohe Tauern kann man sie jetzt beobachten. Geführte Wanderungen finden am 1. und 8. September statt. Anmeldung: Tel. +43(0)4824 2700-20; E-Mail: office@ heiligenblut.at; www.nationalpark- hohetauern.at

MICHAELISTAG

Der 29. September ist im Bauernjahr dem Erzengel Michael gewidmet. In der christlichen Überlieferung gilt er als Bezwinger des Satans sowie als Seelenbegleiter nach dem Tod. Im Mittelalter war der Michaelistag ein arbeits- und schulfreier Feiertag. Noch heute ist er ein bedeutender Lostag für die Wettervorhersage.

Der September ist

der Mai des Herbstes.

Volksmund

HERBSTZEITLOSE

Michaelisblume,Wilder Safran oder auch Leichenblume sind nur einige ihrer vielen Namen. Die Herbstzeitlose blüht bis in den Oktober hinein und „lost“ damit den Beginn der Herbstzeit („losen“ im Sinn von wahrsagen, vorhersagen – vgl. „Lostage“).


Die zarte Blüte täuscht leicht darüber hinweg, dass die Herbst- zeitlose eine der giftigsten ein-heimischen Grünlandpflanzen ist. Berührung vermeiden, ihr Verzehr kann tödlich sein.

Tiroler Handwerkskunst

Geigenbauer, Nagelschmied, Wagner und Federkielsticker: Beim 20. Alten Handwerk Tirol am 9. und 10. September werden diese Berufe zu neuem Leben er- weckt. Ältere Meisterinnen und Meister ihres Fachs aus dem ge- samten Alpenraum zeigen im Herzen von Seefeld ihr Können. Trachtenvereine und Musikanten sorgen für zünftige Unterhaltung, auch für kulinarische Freuden ist gesorgt. www.seefeld.com

Wolfgangseer Almabtrieb

Seit Jahrhunderten bedanken sich die Bauern im Salzkammergut für einen gut verlaufenen Sommer auf der Alm mit einem traditionellen Fest.

Dieses Jahr findet der Wolfgangseer Almabtrieb am 30. September sowie am 1. Oktober statt. Die festlich geschmückten Kühe werden von den Almen in die Ställe im Dorf getrieben, ein Almkirtag mit bäuerlichen Schmankerln aus der Region, altem Handwerk, Tanz- und Musikgruppen lädt die Besucher zum gemeinsamen Feiern ein. http://wolfgangsee.salzkammergut.at

Fotos: 123rf, Mauritius Images, Steiermark Tourismus/Gery Wolf, Shutterstock, Picturedesk, beigestellt

ALTWEIBERSOMMER

Die feinen Spinnweben, denen der Altweibersommer seinen Namen verdankt, stammen von jungen Baldach- inspinnen, die sich vom Wind wegtragen lassen. Oft segeln die Zwergspinnen so mehrere hundert Kilometer durch die Luft.

Kürbis & Wein

Der Oktober steht in der Genuss Region Retzer Land ganz im Zeichen der größten Beere der Welt. Mit einem Brauchtumsfest unter dem Motto „Kürbis und Wein“ wird sie am 27. und 28. Oktober gebührend gefeiert: Umzüge, Skulpturen, tausende lachen- de Kürbisse zieren die Straße, die Kür-

bisprinzessin lädt zu Verkostungen ein, vielfältige kulinarische Angebote sorgen für das leibliche Wohl.

www.retzer-land.at

„Der Herbst

ist immer

unsere beste Zeit.“

Johann Wolfgang

von Goethe

Zwetschkenfest

Der 16. September steht in Altmünster (OÖ) im Zeichen der Zwetschke.


Eine Vielzahl an regionalen Zwetsch- ken-, Kriacherl- und Ringlottensorten wird präsentiert. Dazu stellen Bauern ihre Produkte vor, Initiativen informie- ren über alte Sorten – und natürlich werden die Früchte auch verkostet.

www.arche-noah.at/zwetschken-aufta- feln/zwetschkenfest

Holz in der Hütte

Die robuste Holztrage aus handgefertigtem Wollfilz ist klas- sisch-elegant im Design und praktisch: Sie ist leicht zu be- füllen, kann einfach neben dem Holzofen abgestellt werden und dient damit gleichzeitig als Korb für das Kaminholz.

www.avocadostore.at

„Nebel

macht die Dinge wunderschön.“

Oscar Wilde

Das Gansl und die Kelten

Gänse gelten als sehr wetterfühlige Tiere. So verlassen sie z. B. schon lange vor einem Gewitter das Wasser und schnattern auffällig. Das machten sich schon die Kelten zunutze: Die Bauern ließen sich von den Tieren warnen und holten rasch das Heu oder das Getreide ein. Gänse genossen daher hohe Wertschätzung in der keltischen Kultur und wurden an einem speziellen Tag Mitte November in einer großen Zeremonie geschlachtet. Unser Ganslessen geht auf diesen Brauch zurück.

Die Mistel

Wenn im Spätherbst die Bäume ihr Laub verlieren, wird sie sichtbar. Ihr Name geht auf das Wort „Mist“ zurück, weil die Vögel die Mistelsamen mit ihrem Kot auf den Bäumen verbreiten. Bei den Galliern galten Mis- teln als heilig und wurden von Druiden gesammelt.

DER HUU-HU-

HU-VOGEL

Jeder, der alte Kriminalfilme liebt, kennt das markante „Huu-hu-huhu- huhuu“. Es ist der Ruf des Waldkau- zes. Wer den Nachtjäger gerne einmal erspähen möchte, dem sei die Eulen- Exkursion am 6. Oktober im Natio- nalpark Donau-Auen empfohlen. Anmeldung: Tel. 02212/3555;

www.donauauen.at

Herbstwandern am Wasser

Der Steirische Bodensee im Seewigtal ist einfach mit dem Auto zu erreichen und Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen durch die malerische Gebirgslandschaft. Empfehlenswert ist besonders die Route zum Hüttensee bei der Hans-Wödl-Hütte. Von hier aus führt ein weiterer Wasser-Wanderweg vorbei am Schleierwasser- fall zum Obersee. www.schladming-dachstein.at

HEILIGE, MÄRTYRER & NORMALSTERBLICHE

Um das Jahr 610 weihte Papst Bonifatius IV. das Pantheon in Rom, in dem zuvor die antike Götterwelt verehrt wurde, der Jungfrau Maria und allen Heiligen. Er ordnete an, dass künftig an einem Tag im Jahr aller Heiligen und Märtyrer gedacht werden solle. Im Jahr 835 wurde der Feiertag auf den 1. November verlegt: Allerheiligen. Wenig später wurde mit Allerseelen ein zweiter Gedenktag eingeführt, der allen Verstorbenen gewidmet ist, nicht nur den Heiligen.

FRIEDHOF OHNE TOTE

„Hier schweigt Johanna Vogelsang, sie zwitscherte ihr Leben lang.“

Diese und viele andere herzlich-derbe Grabsprü- che birgt der Museums- friedhof in Kramsach (Ti- rol). Seit Jahrzehnten sam- melt die Kunstschmiedfa- milie Guggenberger-Sag- zahn schmiedeeisene Mar- terl. Zum einen wegen ih- rer kunstfertigen Gestal- tung, zum anderen als

Zeugnis des urwüchsigen Volkshumors im Alpenland. Ein wunder- barer Anlass, schmunzelnd über das Werden und Vergehen nachzu- denken. www.sagzahnschmiede.com/mfriedhof

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www.rucksack-gewinnspiel.com