Saisonkalender

Frisch vom Feld

Gesund durch den Winter mit heimischem Wintergemüse. Darunter befinden sich wahre Vitamin-C-Bomben.


Text: Christine Fehringer

Fotos: Mauritius Images, 123rf, Sebastian Freiler

1. DIE BODENSTÄNDIGE

Steckrübe

Bekannt ist die Knolle auch als Erdkohlrabi, Butterrübe oder KohIrübe. Ihr herbsüßer Geschmack erinnert an Kohl. Es gibt unzählige Verwertungsmöglichkeiten für das nahrhafte und gesunde Gemüse, das reich an Ballaststoffen ist. Es kommt in Eintöpfe, Suppen, Aufstriche oder wird wie ein Schnitzel paniert. Sogar „Steckrüben-Pommes“ lassen sich damit vitaminschonend und gesund zubereiten.


Dafür schneidet man pro Person eine geschälte Steckrübe in schmale Stifte, wendet und mischt diese in einer Schüssel mit grobem Salz und Ölivenöl. Anschließend verteilt man die Stifte locker auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. Im vorgeheizten Backrohr etwa

30 Minuten bei 180 °C backen, zwischendurch einmal wenden. Goldgelb und heiß servieren. Dazu passt Joghurt-Kräuter-Creme.

STECKRÜBE

(LAT. BRASSICA NAPUS SUBSP. RAPIFERA METZG.)

2. DIE SCHÖNE

Rote Zwiebel

Zwiebeln gehören weltweit zu den beliebtesten Gemüsesorten. Sie enthalten keine Stärke und ihre Kohlen-hydrate liegen in Form von Fructanen vor, die gegen Infekte und Grippeviren wirksam sind. Rote Zwiebeln sind besonders reich an Antioxidantien, also entgiftend, und sie senken den Cholesterinspiegel. Die für den roten Farbstoff verant- wortlichen Anthocyane wirken zudem entzündungshemmend.

ROTE ZWIEBEL

(LAT. ALLIUM CEPA)

3. DER FESCHE

Kürbis

In Österreich landen vor allem Hokkaido-, Butternuss-, Muskat-, Pattinson- und Spaghettikürbisse auf den Tellern. Kürbisse sind kalorienarm und reich an Kalium, Kalzium und Zink. Besonders die Sorten mit orangefarbenem Fruchtfleisch gelten als wahre Vitamin-C-Bomben. Mit Kürbissen lassen sich Suppen, Eintöpfe, Pestos, aber auch Süßspeisen herstellen.


Besonders schmackhaft und einfach zuzubereiten sind Kürbisse im Backrohr. Einen mittelgroßen Hokkaido entkernen, ungeschält in schmale Schnitze schneiden, mit Olivenöl beträufeln und anschließend 30 Minuten bei 180 °C backen. Reichlich pfeffern, salzen und mit Schafkäse sowie Kräutern bestreut servieren.

KÜRBIS

(LAT. CUCURBITA)

4. DIE TIEFGRÜNDIGE

Petersilwurzel

Die „Peterwurzen“, wie sie hierzulande auch heißt, wird oft mit der Pastinake verwechselt, ist jedoch von der Form her länger und dünner und nicht ganz so süß im Geschmack. Steckt man die Rüben zur Lagerung in einen Kübel mit Sand, bleiben sie bis zu 6 Monate frisch. Gewaschen halten sie im Kühlschrank etwa

3 Wochen. Petersilwurzeln verleihen Gemüsesuppen den gewissen Pfiff, sie können aber auch alleine zu einer herzhaften Cremesuppe verarbeitet werden.


Eine tolle Kombination ergeben sie mit Chicorée: Mit je 1 EL Butter und Mehl eine Einbrenn her- stellen, mit 250 ml Gemüsesuppe aufgießen und 3 geschälte, feinwürfelig geschnittene Petersilwurzeln darin weichkochen. Mit Pfeffer, Salz und einem Schuss Zitrone würzen und immer wieder umrühren. Wer mag, gibt 1 EL Schlagobers dazu. Währenddessen 4 Stück Chicorée längs halbieren, salzen, pfeffern und in etwas Butter beidseitig goldbraun backen. Auf der Petersilsauce anrichten – und fertig ist ein herrlich gesundes Wintergericht.

PETERSILWURZEL

(LAT. PETROSELINUM CRISPUM SUBSP. TUBEROSUM)

5. DER KRAUSE

Grünkohl

Grünkohl gehört zu den Gemüsen mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt. In den heimischen Küchen ist er zu Unrecht selten zu finden, denn es gibt viele schmackhafte Rezepte. Ein wärmendes und glücklich machendes Winteressen ist Kohleintopf mit Kartoffeln und roten Zwiebeln.


Dafür fein gehackte Zwiebeln in Olivenöl glasig anrösten, würfelig geschnittene rohe Kartoffeln beigeben und beides ordentlich anbraten. Die Blätter eines halben Grünkohls waschen, gut abtropfen und in feine Streifen schneiden. Mit etwas Gemüsesuppe aufgießen und alles zusammen weichdünsten. Nach Belieben 3–4 EL Speckwürfel zugeben. Der Kohl sollte seine grüne Farbe behalten und daher nicht zu lange gedünstet werden, denn das Auge isst schließlich mit.

GRÜNKOHL

(LAT. BRASSICA OLERACEA VAR. SABELLICA L.)

6. DAS HERZHAFTE

Sauerkraut

Sauerkraut wird aus Weiß- oder Spitzkraut gemacht und ist eine Wunder-waffe gegen Infekte aller Art. Sein hoher Vitamin-C-Gehalt hat schon in vergangenen Jahrhunderten viele Seemänner vor Mangelkrankheiten geschützt.


Sauerkraut selbst herzustellen ist einfach: Für ca. 10 Portionen einen großen Kopf Weißkraut vom Strunk befreien und in sehr feine Streifen schneiden. 3 TL Salz dazugeben und so lange durchkneten, bis sich ordentlich Flüssigkeit gebildet hat. 1 TL Kümmel und 8 Wacholder- beeren hinzufügen und noch einmal kurz durchkneten. In ein großes, hohes Gefäß (z. B. Einweckglas) geben und das Kraut sehr fest hinunterdrücken, bis es vollständig mit Saft bedeckt ist. Ein großes Krautblatt darüberlegen und dieses beschweren. Mit dem Deckel abdecken, aber nicht verschließen, da die Gärungsgase entweichen müssen. An einem dunklen, kühlen Ort lagern und nach ca. 3 Wochen genießen – entweder roh oder weich gekocht zu einem Schweinsbraten servieren.

SAUERKRAUT

(LAT. BRASSICA OLERACEA CONVAR. CAPITATA VAR. ALBA)

Sabine Kuni, Kauffrau aus Pama, Bgld., bezieht ihr Sauerkraut und andere Sauergemüse-Spezialitäten von Saps Krautspezialitäten.

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www.grannys.at