Gemeinsam stark: Reinhard und Waltraud Wölkart sind stolz auf ihren erfolgreichen Familienbetrieb. Sohn Daniel ist für die Gastronomie zuständig, Freundin Eva hilft im Service.

Aus’m Dorf

Alles pipifein

In ihrem Nah&Frisch Geschäft führt Waltraud Wölkart allerlei Spezialitäten aus’m Dorf – etwa Edelbrände von Pipifein. Ein Gin trägt jetzt sogar ihren Namen.


Text: Marko Locatin Fotos: Wolfgang Hummer

• unsere Umwelt

• Lebensmittel aus der Nähe

• den Zusammenhalt im Dorf

• unsere Bauern und Familienbetriebe

WIR MACHEN

UNS STARK FÜR

W

ir befinden uns in der Edelbrennerei Pipifein im steirischen Köflach. Die Nah&Frisch Kauffrau nimmt hier einen schnellen

Espresso und beginnt zu erzählen. Ursprünglich wollte die quirlige Steirerin ja gemeinsam mit ihrem Mann die Brennerei schupfen, doch es kam anders. „Nach 22 Jahren bei einem Diskonter hab i a Veränderung ge- braucht und wir haben mit der Brennerei angefangen. Aber gleichzeitig ist das Geschäft frei geworden. Und so haben wir uns das aufgeteilt.“


Gutes aus’m Dorf – und für die Vereine

„Aus der Nähe schmeckts am besten – das gilt für die Brennerei wie fürs Gschäft“, erzählt Waltraud. So bezieht sie unter anderem ihre Fleisch- und Wurstspezialitäten vom nahen Fleischhacker, Bio-Eier, Nudeln und Gemüse sowie Kartoffeln nach Verfügbarkeit aus der Umgebung und der Region. Außerdem unterstützt sie zahlreiche Vereine – die Fußballer, die Feuerwehr, den Musik- und den Fahrradverein. „Wenn da was gebraucht wird, is die Waldi da, sperrt am Sonntag auf und liefert 300 Semmeln“, lacht die Kauf- frau. „Aber jetzt is gut, jetzt muss ich wieder zurück ins Gschäft, die Geschichte mit‘m Gin erzählt euch am besten mei Mann.“


Wie alles begann …

Reinhard Wölkart ist gelernter Tischler und hat alles in der Brennerei selbst geplant und gebaut. Angefangen hat es vor sechs Jahren mit einem kleinen Brennkessel daheim. Die Ergebnisse waren schnell „super“, wie Reinhard begeistert erzählt. Dadurch angespornt, tüftelten die Wölkarts weiter an der perfekten Mischung. Vor drei Jahren entschloss sich die Familie, ihre Leidenschaft zu professionalisieren.


Obst und Kräuter machen die Qualität

Das Obst für die Brände sowie die Kräuter für den Gin, also Wacholder- beeren, Koriander, Angelikawurzel und so einiges mehr, stammen groß- teils aus der Region. Gebrannt wird der Gin auf klassische Art. Es beginnt mit der Mazeration, wo Kräuter und Gewürze in Alkohol angesetzt werden. Anschließend kommt das Material in den Kessel, wird mit Wasser verdünnt, wobei man ein Destillat mit einem Alkoholgehalt von 87–88 % gewinnt. Danach folgt die Lagerung. Entscheidend für die Qualität der Destillate ist das Obst (für die Brände) sowie die Zusammensetzung der Kräuter (für den Gin).


So wirds „pipifein“

„Was das Besondere is, koan i schwer sogn. Ma variiert so lange, bis man kostet und sagt, des is pipifein“, lacht Reinhard. „Unseren neuen Gin hat eigentlich die Waltraud kreiert. Der is blumiger, die Wacholdernote ist nicht so dominant.“ Die Gin-White-Edition wurde soeben zum Sorten- sieger der Landesprämierung 2019 gekürt. „Des is natürlich a schöne Bestätigung für unsere Arbeit.“

Sortensieger 2019: die edle Pipifein Gin-White-Edition der Wölkarts.

Pipifein Gin ...

... und andere Edelbrände gibts u. a. bei Nah&Frisch Kauffrau Waltraud Wölkart in 8591 Maria Lankowitz, Stmk.

Die hats

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